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11 kW und 22 kW

Wallbox im Vergleich

  • Das E-Auto entscheidet mit über die Ladegeschwindigkeit
  • Wallboxen sind meldepflichtig
  • 11 kW ist aktuell ausreichend

Stand: 7.3.2024

Wallboxen bedeuten Ladeunabhängigkeit. Wo die Unterschiede zwischen 5,5 und 11 oder 22 kW liegen, klären wir im Folgenden. 

Unterschiede zwischen 5,5 kW und 11 kW- oder 22 kW-Wallboxen 

Eine Wallbox im eigenen Zuhause ist gelebte Mobilitätsfreiheit. Da die meisten Fahrten Zuhause starten oder dort enden, ist das Aufladen des E-Auto-Akkus an diesem Ort die natürliche Wahl. Fließt dabei auch noch umweltschonend erzeugter Strom der Salzburg AG, fahren Sie mit Ihrem Elektroauto nachhaltig und regional. 

Beim Kauf einer Wallbox werden Sie feststellen, dass es verschiedene kW-Angaben gibt. Dabei sind zwei Dinge zu unterscheiden: 

a)   Die technische Eignung der Wallbox für eine bestimmte Leistungsstärke. Das bedeutet, dass bis zu dieser Stromstärke ein sicherer Betrieb gewährleistet ist. Üblich sind im Handel 11 oder 22 kW Wallboxen. 

b)   Die Anschlussleistung, mit der die Wallbox tatsächlich installiert wird, entscheidet darüber, wie viel Strom dann tatsächlich fließt.

Hier gibt es nun folgende Optionen: 

  • Wallbox bis max. 5,5 kW 
  • Wallbox 11 kW
  • Wallbox 22 kW 

Wallboxen bis max. 5,5 kW sind nach der WEG-Novelle privilegiert. Das bedeutet, im Wohnbau haben Mieter:innen und Eigentümer:innen das Recht, eine solche Ladelösung zu realisieren. Zu den rechtlichen Rahmenbedingungen.
Für mehr Ladeleistung, insbesondere bei größeren Tiefgaragen, empfiehlt sich eine Charge.Community.

Wallboxen, die mit 11 bzw. 22 kW angeschlossen sind, stellen entsprechend höhere Ladeleistungen zur Verfügung. Allerdings kommt es dann darauf an, auf welche AC-Ladeleistung das E-Auto überhaupt ausgelegt ist. Moderne E-Autos verfügen meist über eine Ladeleistung von 11 kW im Wechselstrombereich (AC). 

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Unterschied in der Ladedauer

Die Tank- bzw. Ladezeitunterschiede zwischen Verbrenner und Stromer sind ein Faktor, warum die Mobilitätswende nicht so rasch voranschreitet, wie es möglich wäre. Aber die Wallboxen beschleunigen und holen auf.  

Die langsamste Möglichkeit, ein E-Auto zu laden, ist eine handelsübliche Haushaltssteckdose. Abhängig vom E-Automodell kann das vollständige Laden hierbei 11 bis 24 Stunden dauern. Zudem sind die Schuko-Steckdosen nicht für den intensiven Dauerbetrieb beim Laden des Akkus ausgelegt. So erhöht sich neben der Ladedauer bei einer Haushaltssteckdose auch das Brandrisiko.  

Eine 11 kW-Wallbox lädt Ihr E-Auto durchschnittlich rund 5-mal schneller als eine Haushaltssteckdose – und zwar mit 400 Volt Starkstrom. Das heißt, in ca. 5 Stunden ist ein fast leerer Akku wieder voll. Einer Weiterfahrt steht dann nichts mehr im Weg. Das ist vor allem für die heimische Wallbox und für den Gästeparkplatz bei Unternehmen spannend. Daheim bleibt man ohnehin länger, und auch in Unternehmen dauern Meetings durchaus mal 2 bis 3 Stunden. Was für ein Service für Geschäftspartner:innen. 

Die Leistung einer 22 kW-Wallbox ist doppelt so hoch wie bei den 11 kW-Modellen. Das bedeutet, dass die Ladezeiten sich halbieren, sofern das E-Auto darauf ausgelegt ist. Die meisten modernen E-Autos laden Wechselstrom mit maximal 11 kW. Bei Gleichstrom, wie er an den Schnellladestationen angeboten wird, ist die Ladeleistung um ein Vielfaches höher. 

Außerdem steigen bei einer 22 kW-Wallbox die Kosten für die Installation und Netzbereitstellung.  

Die Expert:innen der Salzburg AG beraten Sie gerne, ob für Ihre Anforderungen eine Wallbox mit 11 kW oder mit 22 kW Ladeleistung empfehlenswert ist.

Exkurs: Lädt man mit der Wallbox E-Transporter und E-Firmenautos, ist eine 22 kW-Wallbox die beste Entscheidung. So vermeiden Unternehmen lange Standzeiten bei den eigenen Elektrofahrzeugen.

11 kW oder 22 kW – welche Wallbox lädt mein E-Auto schneller?

Grundlegend lädt eine 22 kW-Ladestation schneller als eine 11 kW-Wallbox. Neben der Ladeleistung Ihres E-Autos hat auch die Akkugröße und die herrschende Temperatur Einfluss auf die Ladedauer.

Wenn also Ihr E-Auto zum Beispiel nur mit 7,4 kW lädt, dann ist es egal, ob Sie dafür eine 11 oder eine 22 kW-Wallbox verwenden. Informieren Sie sich vor dem Kauf der Wallbox und speziell vor dem E-Auto-Kauf über die Möglichkeiten.  

Die Ladegeschwindigkeit von 22 kW können aktuell zum Beispiel Elektrofahrzeuge wie der Renault Zoe ausschöpfen. Bei anderen Marken gibt es diese Möglichkeit als Sonderausstattung.

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WIE SCHNELL KANN MEIN E-AUTO LADEN?

Verschiedene Aspekte beeinflussen die Ladegeschwindigkeit und die Zeitdauer bis das Auto wieder über die volle Reichweite verfügt. 

Die Ladeleistung des Fahrzeugs

Wieviel kW kann das Auto überhaupt aufnehmen? Dabei gilt es zwischen Wechselstrom (AC), also dem normalen Haushaltsstrom und Gleichstrom (DC) zu unterscheiden. Moderne E-Autos laden Wechselstrom üblicherweise bis 11 kW und Gleichstrom modellspezifisch zwischen 50 und 270 kW. Manche Modelle unterstützen gar kein Gleichstromladen, manche nur als Extra gegen Aufpreis. Diese Information sollten Sie beim Kauf eines E-Autos unbedingt beachten, denn dadurch wird die Ladedauer ein Autoleben lang definiert.

Zweiter Aspekt: Was bringt der Ladepunkt?

 Egal ob einphasige Wallbox in der Tiefgarage oder Supercharger mit 150 kW, jede Ladestation hat eine maximale Ladeleistung. In der Praxis kann die angegebene Leistung in bestimmten Fällen von der Ladestation reduziert werden. Beispielsweise können Ladesäulen mit mehreren Ladepunkten die verfügbare Leistung auf parallele Ladevorgänge aufteilen, um zu gewährleisten, dass mehrere Autos gleichzeitig aufladen können.

Momentaufnahme

Inwieweit das Fahrzeug seine volle Ladeleistung am entsprechend dimensionierten Ladepunkt ausschöpfen kann, hängt noch von weiteren Faktoren ab:

  • Ladezustand (state of charge = SOC), also wieviel Strom noch in der Batterie ist. 

Jedes Elektroauto hat eine spezifische Ladekurve, die angibt, wie hoch die Ladeleistung bei einem bestimmten Ladezustand ist. Manche Elektroautos erreichen nur in einem sehr kleinen Bereich die höchste Ladeleistung, darüber oder darunter kann diese stark abfallen. Die meisten modernen E-Autos erreichen die höchste Ladeleistung, wenn der Ladezustand zwischen 10 und 80% liegt. Die Ladung von 80 bis 100% erfolgt meist mit stark reduzierter Leistung. 

  •  Temperatur der Batterie

Das Batteriemanagementsystem eines Elektroautos überwacht permanent die Akku-Temperatur. Ist diese zu hoch oder zu niedrig, wird die Ladeleistung reduziert um die Akkuzellen zu schonen und vor unzulässigen Betriebszuständen zu schützen. Bei kalter Witterung kommt es sehr häufig zu einer Einschränkung der Ladeleistung. Hier kann es hilfreich sein, vor dem Aufladen am Schnelllader eine Wegstrecke zurückzulegen, da dabei die Batterie schon erwärmt wird und somit beim anschließenden Ladevorgang eine höhere Leistung abgerufen werden kann.

  • Alter der Batterie

Eine alterungsbedingt verminderte Kapazität der Batterie führt oftmals auch zu einer verringerten maximalen Ladeleistung, da der Innenwiderstand mit der Zeit steigen kann.

  •  Wirkungsgrad der Batterie

Jede Batterie hat einen definierten Wirkungsgrad für das Be- und Entladen. Sollte eine Differenz zwischen der angezeigten Leistung an der Ladesäule und der Anzeige im E-Auto geben, so liegt dies am Wirkungsgrad.

Klingt alles kompliziert? Ist es aber gar nicht. Selbst beim Langsamladen mit einer 5,5 kW Wallbox wird ein durchschnittlich genutztes Auto über Nacht locker wieder aufgeladen. Und ein immer dichter werdendes DC-Ladenetz sorgt dafür, dass Sie bei langen Strecken nach einer Kaffeepause wieder hunderte von Kilometern weit fahren können. 

Jede Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet werden

Ab einer Ladeleistung von mehr als 3,68 kW ist eine Meldung an den Stromnetzbetreiber durch den Installationsbetrieb vorgeschrieben.

Jedes Bundesland hat eigene Genehmigungsvorschriften

Für jedes Bundesland gelten zudem verschiedene Bauvorschriften. Für das Bundesland Salzburg gilt, „für E-Ladestationen besteht grundsätzlich keine Bewilligungspflicht nach Salzburger Baurecht, auch nicht für jene, die mit Fundament ausgeführt werden. Eine Bewilligungspflicht besteht allerdings, falls gemäß Baupolizeigesetz 1997 § 2 Abs. 1 Z2 das Vorhaben z. B. Auswirkungen auf die Brandsicherheit haben kann“.  

Elektrofachbetriebe übernehmen online das Melden der Wallbox

Sind Sie Hausbesitzer:in? Falls ja, können Sie grundsätzlich frei entscheiden, ob Sie eine E-Ladestation zuhause installieren lassen wollen. Neben den Bauvorschriften gilt die Meldepflicht beim Netzbetreiber, in Salzburg ist das die Salzburg Netz GmbH. Dieser muss Bescheid wissen, um die Netzkapazitäten richtig einordnen zu können. Die Salzburg AG übernimmt die Netzanfrage für ihre Kunden im Rahmen des Bestandschecks. So bekommen Sie volle Kostentransparenz, ob die Wallbox Nachzahlungen beim Netzzugangsentgelt verursacht. 

Eigene Wallbox – gerüstet für die Zukunft 

Die Verbrennungsmotoren stehen in naher Zukunft vor dem Aus. 2035 soll es in der EU keine neu zugelassenen Autos mit Diesel- oder Benzinmotor mehr geben. Öl als Ressource für Kraftstoff wird seinen Wert verlieren. Antriebsformen wie der Elektromotor werden 1:1 übernehmen – aber eben erheblich umweltfreundlicher. Das bedeutet, wer heute schon in Wallboxen und E-Autos investiert, ist seiner Zeit nicht nur voraus, sondern tut aktiv etwas für die Zukunft der Umwelt.  

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